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GOLDEN KANINE (SWE) im SlowClub

7. April 2011 @ 21:00 - 23:00

Ein Gespenst geht um in Malmö. Mit zehn Armen, zehn Beinen, fünf Köpfen und einem riesigen Körper wirkt das Golden Kanine ziemlich wuchtig.
Unheimlich sind dabei auch die vielen Instrumente, die an allen Ecken und Enden hervorlugen. Mandolinen, Trompeten, Posaunen. Die Liste ließe sich fortsetzen. Doch so unheimlich das Erscheinungsbild des Golden Kanine wirkt, so banal ist auch dessen Erklärung. Hier ist eine Band, entstanden im Spannungsfeld von Indie- bzw. Post-Rock, die mit folkigen Bläsersätzen osteuropäische Folklore und skandinavische Experimentierfreudigkeit zusammenführt. Addiert man dann noch die Stimmintensität von Linus Lindvall und Andreas Olrog dazu, welche sich mit aller Tristesse den Niederungen des Lebens hingibt, dann möchte man sogleich freudestrahlend ins Taschentuch schnäuzen und fragen: „Is this happiness?“ Glücklich sind auf jeden Fall die Kritiker, wenn sie über das Debüt der Band schreiben:
„Wie Zach Condon von Beirut versöhnt das Quartett seine krude Auslegung von Indie und Songwritertum mit der Rotweinschwere osteuropäischer Folklore. Ausgeblichene Streicher und wettergegerbte Bläser fügen sich zu opulenten Arrangements, lustvoll stöhnt die Posaune, Weingläser und Glockenspiel tönen in hellem Einklang. Die Melancholie schütteln die Stücke nie ab, sie brandet auf und schwillt wieder ab, wenn die Sänger Linus Lindvall und Andreas Olrog sich in „Scissors“ mit hoffnungsvoller Euphorie ins Leiden werfen: „Tomorrow love can be found / on this dark desert ground“. Zusammen mit dem nachfolgenden „Cough“ beschwört das Stück die misstrauische Hoch- und kämpferische Katerstimmung, die Modest Mouses „Good news for people who love bad news“ zu einem Meisterwerk machte.

So reichen sich die großen und kleinen Momente die Hände, das Herz dreht sich zur zurückgenommenen Romantik von „Came down“ im Dreivierteltakt, Muse und Radiohead klingen an der Gypsy-Mandoline von „December“ vorbei. Was „Bones“ an schrägen Zwischentönen ausbreitet, steckt das exzellente „God almighty“ mit seiner anfangs noch reduzierten Gitarrenharmonie locker in die Tasche. Zwei Mal keimt der Ausbruch im leise brodelnden Bass und der wohldosierten Perkussion, doch zwei Mal beruhigt sich der Song wieder und verklingt ins Ungewisse. Man könnte lange so weitermachen mit all diesen hübschen, anrührenden und fesselnden Details von „Scissors & happiness“: der fantastischen Schlagzeug-Arbeit, dem Elektro-Rappeln in „A call to arms“ oder der beschädigten Romantik von Zeilen wie „Get your scissors and run“. Wer all das hat, braucht nicht mehr.“
Und live sollen die Kadetten eh der Hammer sein!!
Hier ein Vorgeschmack:

Als Support haben die Schweden gleich noch zwei Künstler mitgebracht, Idle Hands und Grant Creon, zu denen ich jetzt nicht soviel sagen kann, ausser dass der eine so klingt und singt (ich Reimgott)

Details

Datum:
7. April 2011
Zeit:
21:00 - 23:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Slow Club
Haslacherstr. 25
Freiburg im Breisgau, Deutschland
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