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FORMER GHOSTS (USA)im Slow Club

10. März 2011

Freddy Ruppert mit seinem Sideprojekt Former Ghosts. Ein sehr interessantes Trio hat der gute Mann da zusammengestellt, dass den Rezensenten des Internet Blogs Crazewire zu folgendem, irgendwie beeindruckenden Artikel veranlasste

Auch wenn man nicht in der Lage ist, Dinge zu prophezeien oder Aussagen wie „wenn das passiert wäre, dann wäre es so und so weitergegangen“ zu treffen, möchte ich es dennoch wagen. Hier meine unhaltbare Hypothese: Wenn Ian Curtis von Joy Division sich nicht umgebracht hätte, dann wäre „Fleurs“, das Debüt des Projekts Former Ghosts, bestimmt ein Album der Band aus Manchester geworden. Oder war es doch nicht sinnlos, dass er sich umbrachte? Konnten Freddy Ruppert (Produzent und Gesang), Jamie Stewart von Xiu Xiu (Gesang, Gitarren, Synthesizer) und Nika Roza (Gesang) für dieses atmeberaubende Projekt nur so zusammenfinden?

Wie dem auch sei, Former Ghosts tragen jedenfalls alle vom Leben gebeutelte Schwere, alle emotionalen Schmerzen und jegliche Orientirunsglosigkeit einer nach einem sicheren Hafen suchenden Band in sich, deren Väter im Geiste nur Joy Divison sein können. Doch die Großmeister der dramatisierten Einsamkeit in einer kalten, lieblosen Welt werden etwa nicht einfach immitiert. Sie stehen höchstens Pate für die in die Nacht gezeichneten Klang-Brutalitäten des Trios. Eine verstörende Mixtur aus suchender Kaltherzigkeit, verlangender Trostlosigkeit und selbstzerstörerischen Liebesbedürfnissen, in zwölf Akten.

Zweifelsohne: der Titel „Fleurs“ hat mit dem düsteren Gesamtbild dieser Platte nichts zu tun. Gothischer Synthesizer-Wave trifft es da wohl am besten, wenn man in Worte fassen muss, was man hier zu hören bekommen wird. Jeder, der hier versammelten Titel, bietet mindestens genauso wenig Halt, wie die nackten, glatten und unterkühlten Betonwände unserer urbanen Ballungszentren. Es ist das „Us And Now“, das einen mit Rupperts verhallter und verzerrter Stimme zu Stewarts sanft donnernden Synthesizer-Einlagen so traurig begrüßt, um sich in einem ersten Sturm der von Synthesizer zerissenen Verzweifelung zu verlieren („Hold On“). Die Mischung aus Zeilen wie „I’m begging you to not let me walk away / I’m begging you to not break this heart again“ und Rupperts tiefer Stimme untermalen nicht nur den Vergleich zu Ian Curtis, sie zeigen auch, dass alle „Flowers“ in der Dunkelheit dieselbe Farbe tragen: Schwarz.

Ganz so finster wird es dann doch nicht, denn Freddy Ruppert himself bezeichnet seine Musik als tanzbaren Cold Wave mit Pop Appeal. Na also. Wir sind gespannt.

Hier mal als Vorgeschmack:Former Ghosts

Details

Datum:
10. März 2011
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Slow Club
Haslacherstr. 25
Freiburg im Breisgau, Deutschland
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